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Über Ecolo
Ecolo ist eine französischsprachige belgische Partei, die 1980 gegründet wurde. Sie ist eine der ersten grünen Parteien weltweit, die schon im Jahr darauf ins nationale Parlament einziehen konnte. Seitdem hat sie in Belgien weder die Parlamente noch die französischsprachige politische Bühne verlassen.
In Belgien, diesem kleinen Land mit seinen vielfältigen inneren Grenzen, arbeitet Ecolo in sehr weit reichender parlamentarischer, politischer und sprachlicher Konzertierung mit ihrer flämischen Schwesterpartei Groen ! zusammen. Keine andere politische Familie in Belgien weist eine solche inhaltliche Konvergenz auf, auch wenn es in einem so komplexen institutionellen System wie Belgien auch weiterhin gewisse unterschiedliche Standpunkte geben kann.
Die Schwerpunkte des politischen Programms von Ecolo stellen sich wie folgt dar :
Eine nachhaltige Gesellschaft, die den ökologischen Übergang der Wirtschaft durch die Verabschiedung echter Politiken der nachhaltigen Entwicklung beschleunigt. Dieser Übergang ist unausweichlich und bietet eine einzigartige Gelegenheit, gemeinsam eine Zukunft für alle zu gestalten und dabei generell mehr Lebensqualität, Umweltschutz, nachhaltige wirtschaftliche Potenziale und soziale Gerechtigkeit zu sichern. Dieses Projekt findet u.a. Widerhall in Vorschlägen, Stellungnahmen und Konzepten, die wir unter dem Sammelbegriff des „Green New Deal“ bündeln.
Eine solidarische Gesellschaft, die auf bessere Weise die Würde der Personen gewährleistet und gleichzeitig die eigene Funktionsweise modernisiert und dabei die Umweltdimension berücksichtigt. Im Rahmen ihrer emanzipatorischen Vision plädieren die Grünen eher für eine Erhöhung der sozialen Minima (mindestens bis zur Armutsgrenze) statt für die Vervielfältigung der selektiven Hilfsformen, die einer je nach Zuweisungsgrad der Hilfen mehr oder weniger tiefgreifenden paternalistischen Sicht entspricht.
Diese Politik ist Bestandteil einer Inklusions- und Partizipationspolitik auf dem Gebiet von Kultur, Wirtschaft und Demokratie. Der Kampf gegen die soziale Ausgrenzung verläuft über ein breit gestreutes Bündel von Politiken der sozialen Integration. Es geht somit darum, über die angebotene Hilfe und die entwickelte Solidarität die Würde der Personen zu wahren - auch wenn sie Schwierigkeiten haben, mit der Justiz konfrontiert sind oder eine Beihilfe beziehen – und ihnen eine Rolle als Akteure des Wandels zu bieten. Und schließlich geht es um die - erforderliche, aber für die menschliche Würde noch nicht ausreichende – Bedingung, jeder Bürgerin und jedem Bürger Zugang zu einer qualitativen Beschäftigung zu bieten, insbesondere dank einer Umverteilung der Arbeitszeiten, sowie Zugang zu einer angemessenen Wohnunterkunft und hochwertigen öffentlichen Dienstleistungen, die ihren Bedürfnissen entsprechen.
Eine demokratische Gesellschaft. Bezeichnend für Ecolo ist das Bestreben, Politik auf andere Weise zu betreiben, wie es seit den Anfängen als Bewegung und dann als politische Partei angewandt und gefordert wird. Für die Grünen ist deutlich, dass man nur dann zu den erforderlichen Zäsuren gelangen und die nachhaltigen Auswirkungen der vorgegebenen politischen Entscheidungen berücksichtigen kann, wenn man die Art und Weise verändert, wie Politik betrieben wird, die Bürgerinnnen und Bürger einbezieht, Mißbrauch unterbindet, den Pluralismus unter den Institutionen organisiert, Ungleichheiten und Extremismen bekämpft, transparenter wird und die Ethik als Grundtugend erachtet. Aus diesem Grunde hat sich Ecolo von Anfang an sehr strikte ethische Regeln vorgegeben : im Bereich der Vergütung, der Kumulierung von Mandaten und der engen Einbindung der Mitglieder in die zu treffenden Entscheidungen.
Es gilt zudem, die Bürgerinnen und Bürger – soweit wie möglich – in die einzuführenden Politiken einzubinden, sie zu informieren, ihnen einen verständlichen Zugang zu den Inhalten zu ermöglichen, sie nach ihrer Meinung zu fragen, diese zu berücksichtigen und die eingerichteten Strukturen mit ihren Beiträgen zu bereichern. Diese gut organisierte Partizipation ist ein wertvoller Beitrag zu den Projekten und erleichert zudem deren Umsetzung.
Bedingt durch ihre Geschichte, ihr Programm, ihre eigenen Ideen und die stets angestrebte Vorrangstellung für die Solidarität ist Ecolo tief in den fortschrittlichen Werten verwurzelt. Und die Mitglieder treten dabei für eine Solidarität „in dritter Potenz“ ein : d.h. eine Solidarität unter den BürgerInnen Belgiens (zwischen Reichen und Armen, Erwerbstätigen und Arbeitslosen, Jungen und Alten…), eine Solidarität mit den Menschen des Südens und eine Solidarität mit den künftigen Generationen.
Ecolo war eine treibende Kraft bei Strukturierung und Zusammenhalt zwischen den grünen Bewegungen und Parteien in Europa und in der Welt. Seit 1984 haben sich die grünen Parteien aus Belgien, den Niederlanden, Luxemburg, dem Vereinigten Königreich, Frankreich, Deutschland, Schweden und der Schweiz zur Europäischen Koordination Grüner Parteien zusammengeschlossen. Im Jahre 2004 wurde ein noch bedeutenderer Schritt mit der Gründung der Europäischen Grünen Partei getan, die sich nunmehr aus mehr als 30 grünen Parteien zusammensetzt.
Die innovative Ausrichtung der Grünen besteht darin, die regionalen, nationalen und selbst europäischen Interessen zu überwinden und die allgemeinen Interessen aller Bürgerinnen und Bürger in der Welt zu berücksichtigen.
Wir sind uns sehr wohl bewusst, dass diese Präsentation allzu kurz ist. Sie können uns aber gerne kontaktieren, um mehr zu erfahren, oder ein Online-Übersetzungstool benutzen, um unsere Webseite zu Rate zu ziehen. Wenn Sie die aktuellen Neuigkeiten der Grünen verfolgen möchten, finden Sie diese für die europäischen Grünen auf dem englischsprachigen RSS-Feed, für Ecolo auf dem französischsprachigen RSS-Feed und für Groen ! auf dem niederländischsprachigen RSS-Feed.
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